Referenzen von Markus Klaumann

  • Insgesamt 6 Jahre als Angestellter im öffentlichen Dienst auf dem Jugendamt - Allgemeiner Sozialer Dienst (siehe Anhang)
  • Insgesamt 6 Kinder- und Jugend- sowie Integrationsfreizeiten als Leiter des Jugendrotkreuzes im Landschaftsverband Rheinland
  • Teilnahme an mehreren Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen seit Inkrafttreten der Kindschaftsrechtsreform 1998
  • Beteiligung in vielzähligen familiengerichtlichen Verfahren sowohl beim Amtsgericht als auch beim Oberlandesgericht Düsseldorf, während der Angestelltenzeit und vermehrt seit meiner Selbständigkeit im Rahmen der Verfahrenspflegschaften
  • Kontinuierliche Vernetzung und Kooperation mit Behörden, wie Amtsgerichte, Jugendämter, Polizei sowie Kinderschutzbund und Träger der Jugendhilfe
  • Zertifizierung zum Verfahrenspfleger (Aufgrund der Gefahr möglicher Kopierung des Urheberrechtes, wird das Zertifikat nicht online gestellt, kann jedoch jederzeit vorgelegt werden)
  • Zertifizierung zum Mediator (Aufgrund der Gefahr möglicher Kopierung des Urheberrechtes, wird das Zertifikat nicht online gestellt, kann jedoch jederzeit vorgelegt werden)
  • Durchführung von Sozialen Trainingskursen mit verhaltensauffälligen- bzw. straffällig gewordenen Jugendlichen

Anlagen im PDF Format

 

Zeitungsartikel in der NRZ vom 12.01.2005

Der Krisen-Manager

Bedarf ist da. Meist aber kommt Hilfe zu spät. Hat der Kreis Kleve erkannt. Und Markus Klaumann engagiert.

Intakte Familien sind nicht der Regelfall. Einer der dies ganz genau weiß, ist Markus Klaumann. Denn er beschäftigt sich von Berufs wegen damit, Kindesinteressen umzusetzen. Der 36-Jährige ist diplomierter Sozialarbeiter, hat bei Jugendämtern und Bildungsträgern gearbeitet und ist jetzt freiberuflicher Krisenmanager, Berater und Verfahrenspfleger. Arbeitsgebiet Familienkrisen. Name des Betriebes: KIZ Krisenintervention.Nach drei Jahren Festanstellung beim Jugendamt in Goch entschloss er sich vergangenen September, was Neues auszuprobieren und das auf seinem Fachgebiet. Das umfasste während seiner Angestelltenzeit etwa Trennungs- und Scheidungsberatung, Sorgerechtsangelegenheiten, Erziehungsberatung oder Diagnose von Familienkrisen.

Unbürokratisch, zielorientiert

"Es ist einfach Bedarf nach Beratung da", sagt er und hat im Amt erkannt: "Es dauert oft zu lange, bis man in der Familie ist." Für den Kreis Kleve ist er schon regelmäßig tätig und das punktgenau: "Ich setze mir eine Frist von drei Monaten, in der ich ein Ergebnis in der Familie erzielen muss." Als freier Anbieter stehen bei ihm die Begriffe unbürokratisch, sofort und zielorientiert auf der Liste seiner Dienstleistungen. Derzeit berät er vier Familien, Zeit wäre durchaus für noch einmal so viele.

Dazu arbeitet er für die Amtsgerichte Kleve, Rheinberg, Geldern und Wesel. Als Verfahrenspfleger geht er in die Familien, in denen Krisen auftauchen und unter denen Kinder zu leiden haben. Das hört sich nach trauriger Arbeit an, Pragmatiker Klaumann sieht es positiv: "Ich versuche, Eltern zu Vernunft oder Einsicht anzuleiten, um Kindern zu helfen." Wenn ihm eine Lösung gelingt, ohne dass ein Richter einen Spruch in Sachen Sorge- und Umgangsrecht oder Entzug des Sorgerechtes treffen muss, ist das für ihn ein Erfolgserlebnis.

Dabei versteht er sich nicht als Psychologe oder Gutachter, sondern als Berater, der sich mit Fachwissen, Geduld und Einfühlungsvermögen in eine Situation hineinbegeben muss. Bisher sind seine Auftraggeber meist Kommunen oder Familiengerichte, doch der Sonsbecker sieht verstärkt Bedarf im privaten Raum. "Viele scheuen den Weg zum Amt, um sich beraten zu lassen oder müssen bei anderen Beratungsstellen lange auf einen Termin warten."Klaumann hingegen will auch hier schnell vor Ort sein und verspricht Familien in Krisen fachlich fundierte Beratung - am ganzen Niederrhein zu einem Satz von 29 Euro pro voller Beratungsstunde. "Auch Kirchen stoßen bei ihrem Beratungsangebot in Familienfragen an Grenzen und müssen dann an Fachleute weitergeben." Hier könne er ebenfalls einspringen. Als Feuerwehrmann in Sachen Sozialarbeit: löschen, wo es brennt. Zurzeit ist er dabei, ein Netzwerk an Adressen und Kontakten mit Städten, Gemeinden und Trägern aufzubauen.

Erst einmal Fuß fassen

Klaumann will es in diesem Jahr schaffen, so gut Fuß zu fassen, dass er von seiner Arbeit leben kann - und blickt schon weiter. Denn seine Nichte Tanja Meinert ist angehende Diplom-Sozialwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Familienarbeit mit Mädchen und Krisenintervention und in zwei Jahren mit dem Studium fertig: "Dann wird sie mich unterstützen", sagt Klaumann.

Peter Voss

Der Artikel unterliegt dem Urheberrecht des Zeitungsverlags Niederrhein GmbH & Co.

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